18.02.12 20:15

Bären 2012

Goldener Bär für den besten Film

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CESARE DEVE MORIRE von Paolo und Vittorio Taviani

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GNADE von Matthias Glasner

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Niels (Jürgen Vogel) und Maria (Birgit Minichmayr) ziehen mit ihrem Sohn Markus (Henry Stange) hoch in den Norden Norwegens. Sie wollen dort einen zweiten Anlauf nehmen für ihre Beziehung, wie Maria einer Freundin erklärt. In Hammerfest, wo die Polarnacht lang und eisig ist, sieht es allerdings zunächst nicht so aus, als ob ihnen das gelänge.

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Wettbewerb: REBELLE von Kim Nguyen

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Die Geschichte ist uns aus den Nachrichten und Reportagen bekannt, aber es ist doch noch einmal etwas anderes, ihr über einen Film so nahe zu kommen: Ein halbwüchsiges Mädchen wird bei einem Überfall auf ihr Dorf von den Rebellen gefangen genommen und muss als ultimative Trennlinie von ihrem alten Leben die eigenen Eltern erschießen. REBELLE des Kanadiers Kim Nguyen zeigt die Geschichte dieses Mädchens als Heilungs- und Emanzipationsprozess von diesem furchtbaren Trauma.

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Panorama-Publikumspreise für MARINA ABRAMOVIC THE ARTIST IS PRESENT und PARADA

Mathew Akers MARINA ABRAMOVIC THE ARTIST IS PRESENT erhält den Panorama-Publikumspreis 2012 für den besten Dokumentarfilm 2012. Bei den Spielfilmen siegte PARADA (The Parade) von Srdjan Dragojevic. Über die Preisträger entschieden rund 24.000 Berlinalezuschauer mit Stimmzetteln. Der Preis wird seit 1999 vergeben. Die Preise werden morgen um 17 Uhr im Cinemaxx7 vergeben, anschließend werden die Siegerfilme gezeigt.

EN KONGELIG AFFÆRE von Nikolaj Arcel

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Nach LEBEWOHL MEINE KÖNIGIN nun der zweite Historienfilm im Wettbewerb. Diesmal geht es um das dänische Königshaus im 18. Jahrhundert. Die gebildete englische Prinzessin Caroline wird als Jugendliche aus politischen Gründen mit dem dänischen König Christian verheiratet. Sie leidet in dieser Ehe sowohl unter den Launen ihres psychisch auffälligen Ehemanns als auch unter dem repressiven und rückständigen politischen System in Dänemark.

Als der König nach einer Europareise den Deutschen Johann Struensee als Leibarzt mit an den Hof bringt, verändern sich die verkrusteten Strukturen am Königshof allmählich. Struensee ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Aufklärung und er gelingt ihm durch seinen großen Einfluss auf den labilen König, zahlreiche politischen Reformen in Dänemark voranzutreiben. Nachdem dann auch die junge Königin Gefallen an dem revolutionären Denker findet, führt dies zu folgenschweren Konsequenzen.

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17.02.12 18:14

TABU von Miguel Gomes

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Bei einem Film gibt es immer zwei Belichtungsprozesse. Beim ersten Mal fällt das von der Umgebung reflektierte Licht auf Zelluloid oder auf einen Chip. Das zweite Mal fällt das Licht der Filmprojektion auf das Bewusstsein des Zuschauers. Durch die erste Belichtung entsteht eine klar definierte und technisch fassbare Abfolge von Hell und Dunkel. Bei der zweiten Belichtung können aus einem Werk mehrere Filme entstehen, die so zahlreich sind wie die Zuschauer des Werks.

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Menschen, Tiere Sensationen - 6 Filme vom Menschsein mit Tieren

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Sind sechs Filme eine Serie? Was ist das nur, mit dem Menschen und den Tieren auf der diesjährigen Berlinale? Da wird permanent metaphorisch und manchmal auch ganz explizit die Grenze abgeschritten zwischen uns und dem „Biest“. Sie sind das Andere und zugleich Projektionsfläche für unsere Unzulänglichkeiten. Wie René Pollesch mal sagte: Kommunikation beruhrt auf der irrigen Annahme, dass wir Menschen uns ähnlich sind. Dabei kann es sein, dass wir mit einem Hund mehr Gemeinsamkeiten haben als mit unseren Arbeitskollegen - wenn wir es schaffen, eine Kommunikationsebene mit ihm zu finden.

In FRANCINE von Brian Cassidy und Melanie Shatzky zum Beispiel ist eine Frau nach langem Gefängnisaufenthalt unfähig mit Menschen näheren und bleibenden Kontakt zu finden und sammelt stattdessen zahllose Vierbeiner auf, pfercht sie in ihren bald total versifften Trailer - glücklich, jemanden zu haben, der sie braucht. Dass diese Art Über-Liebe nicht gut enden kann, ahnt man bereits früh. Das Tier als Ersatz für verlorene Gefühle und Fähigkeiten. Weltflucht in der Herde.

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POSTCARDS FROM THE ZOO von Edwin

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Und wieder ein Berlinalefilm mit Tieren, diesmal vor allem exotische Exemplare wie Tiger, Elefanten und Flusspferde in einem Zoo in Jakarta. Lana, die Hauptfigur des Films, wurde dort als dreijähriges Mädchen von ihrem Vater nach einem Ausflug zurückgelassen. Sie wurde von einem Tierpfleger aufgezogen und verbrachte ihre gesamte Kindheit und Jugend mitten im Tierpark in einem halblegalen Zeltlager in den üppigen Grünanlagen. Im Laufe der Zeit hat sich Lana ein enormes Fachwissen über die Tierwelt angeeignet und ihre besondere Zuneigung gilt einer einsamen Giraffe, die sie täglich in ihrem Gehege besucht. Erst nachdem sie sich in einen wortkargen jungen Mann verliebt, der in Cowboykluft Zaubertricks vorführt, entschliesst sie sich, ihre bisherige Heimat im Zoo zu verlassen und ihm nach draußen zu folgen.

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ULRIKE OTTINGER - DIE NOMADIN VOM SEE von Brigitte Kramer

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Ulrike Ottinger ist seit vier Jahrzehnten eine der einflussreichsten deutschen Filmregisseurinnen. Es ist daher schon verwunderlich, dass es noch keine Filmporträt zu ihr gibt. Brigitte Kramer hat dies gemerkt und eines gemacht. Leider wird derjenige, der sich von ULRIKE OTTINGER - DIE NOMADIN VOM SEE einen tieferen Blick in Leben und Werk der Künstlerin erhofft, enttäuscht. Mehr als um das Werk selbst geht es hier um die Verehrung für das Werk.

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SIDE BY SIDE von Chris Kenneally

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Eine „Untergrund Revolution“ ist im Gange, schon fast vorbei, die vorbei an den meisten Konsumenten auf allen Ebenen des Filmemachens, Erzählweise, Bildsprache, Tricks bis hin zu Schauspiel, Vertrieb und Projektion im Begriff ist 100 Jahre Film, wie wir ihn kennen, abzulösen. Die Frage, Warum digital? ist durch die Frage, Warum noch analog?, ersetzt worden.

Was in SIDE BY SIDE als erstes auffällt, ist die wechselnden Kopfbehaarung von Keanu Reeves als Interviewer: zauseliger Vollbart, akkurat gestutzter 3-Tage Bart, Zopf wie Samurai, kurze Haare. Er interviewt 72 (!) Filmemacher: Von berühmten Blockbuster und Indie Regisseure wie James Cameron, David Lynch, Lars von Trier oder George Lucas oder Scorsese bis zu den im Star-fixierten Filmbetrieb meist unbekannten, aber essentiell wichtigen Kameraleuten, Cuttern, Farbkorrekteuren und Produzenten. Das Thema: Was tut die Digitalisierung der Filmkunst, dieser 100 Jahre alten Tante an? Sehen wir das Ende des Films „as we know it“ oder den Anfang einer Ära - vergleichbar mit dem Beginn des Ton- und dann Farbfilms?

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16.02.12 20:51

DIE LAGE von Thomas Heise

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Er kommt. Seine Heiligkeit kommt. Der Heilige Vater kommt. Der Papst kommt, beziehungsweise er kam – am 23. September 2011 nach Thüringen. In DIE LAGE beschäftigt sich Thomas Heise filmisch mit den Vorbereitungen am Flugplatz und am Erfurter Dom, aber er dreht auch während des Besuchs selbst. Heise zeigt in ruhigen Bildern, wie eine sehr präzise Inszenierungsmaschine anläuft, die durch detaillierte Planung die Grundlage für ein kollektives Erlebnis schaffen soll.

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WESTERLAND von Tim Staffel

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Jesús ist ein junger Mann, der Aufmerksamkeit um jeden Preis will, dazu inszeniert er nur zur gerne die eigene Lebenskrise. Er ist ein unerschöpfliches Reservoir von negativer Energie. Und von dieser Energie wird Cem magisch angezogen. Es ist die alte Geschichte von den Gegensätzen, die sich anziehen, die Tim Staffel in der Verfilmung seines eigenen Romans auf die Leinwand bringt: Jesús der völlig ziellose, stets bekiffte Egomane, der lügt und betrügt, um sich auch nur den kleinsten Vorteil zu verschaffen und Cem, der beim Ordnungsamt arbeitet, das Abitur an der Abendschule nachmacht und studieren will. Aus einer zufälligen Begegnung entwickelt sich eine Beziehung, die immer mehr in den selbstzerstörerischen Irrsinn abdriftet.

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CHERRY von Stephen Elliott

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CHERRY erzählt die Geschichte der 18jährigen Angelina, die vor ihrem deprimierenden Alltag mit einer alkoholkranken Mutter und einem gewalttägigen Vater nach San Francisco flüchtet. Nach Jobs in einer Wäscherei und in einem Stripclub bewirbt sie sich als Darstellerin bei einer Pornofilmproduktionsfirma. Schon bald findet sie Gefallen an ihrer neuen Tätigkeit und entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einer gefragten Sexdarstellerin. Nach einer problematischen Affäre mit einem koksenden Anwalt findet sie ihr privates Glück bei einer gutsituierten Pornofilmregisseurin und kann auch ihre berufliche Karriere weiter ausbauen, indem sie von nun an selber die Regie bei den Sexfilmen führt.

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HAYWIRE von Steven Soderbergh

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Ach, herrlich! Nach vielen schweren und schlechten Filmen der Berlinale dieser spannende Action-Thriller, mit einer Superheldin und vielen attraktiven (wenn auch schurkischen) Männern, mit einer angenehm undurchschaubaren Handlung, grandiosen Martial-Arts-Szenen und jeder Menge Intrige.

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KOZOKU NO KUNI (Our Homeland) von Yang Yonghi

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Nationalismus wie eigentlich die allermeisten -ismen sind Schwachsinn. Sie haben Millionen von Menschen das Leben gekostet oder sehr, sehr erschwert. In diesem Film wird dem Zuschauer aus dem Leben der Exilkoreaner in Japan erzählt. Nord-Koreanische Exilanten, von denen viele Zehntausend ab Ende der 50er Jahre zurück in ihre Heimat gingen - und seitdem dem irrwitzigen und grotesken Kommunismus des Il-Clans ausgeliefert sind.

Der sehr bewegende, eindringliche Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der nach 25 Jahren wieder seine Familie in Japan besuchen darf, um sich einer medizinischen Behandlung zu unterziehen. Sein Vater - noch immer überzeugter Kommunist - hatte ihn damals nach Nordkorea geschickt. Eine biblisch anmutende Geschichte ist das, wie bei Abraham, der seinen Sohn Isaak opfern sollte - es aber am Ende nicht musste, weil Gott nur sehen wollte, das er es tun würde. In diesem Film wird jedoch niemand verschont.

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RENTANEKO (Rent-a-Cat) von Naoko Ogigami

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Ein versponnenes kleines Filmchen aus Japan - und wieder was mit Tieren, ein unentdeckter roter Faden der Berlinale 2012. Die allein in einem traditionellen Haus lebende Sayoko marschiert immer am Fluss entlang, in einem kleine Wagen ein paar Katzen, die sie vermietet. „Bist du einsam, leih dir eine Katze“, ruft sie durch ihr Megafon. Und tatsächlich finden sich eine ältere Frau, ein Mann, der wegen der Arbeit von seiner Familie getrennt lebt und ein junges Mädchen mit tristem Job als Kunden. Die Dialoge, das ein Kniff des Films, laufen an bestimmten Punkten immer identisch ab. Nur der „Nebenjob von Sayoko, den sie auf Nachfrage ihrer Kunden nennt, der ist jedes mal ein anderer und klingt wie ausgedacht. Doch dann sieht man sie genau das tun: Börsenmaklerin, Wahrsagerin, Komponisten von Fernsehjingles. Und wieder Katzen vermieten.

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15.02.12 19:00

NUCLEAR NATION von Funahashi Atsushi

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Am 11. März 2011 zerstören die Fluten des Tsunami 90 Prozent der Gebäude der japanischen Kleinstadt von Futuba, eine Stadt mit rund 7.500 Einwohnern. Futuba liegt direkt neben dem Atomkraftwerk Fukushima mit seinen insgesamt sechs Reaktorblöcken. In den Morgenstunden des 12. März kommt es im ersten Block zu Kernschmelze. Um 10.09 Uhr, meldet die Betreiberfirma TEPCO das Austreten von Nuklear kontaminiertem Dampf. Futuba liegt vollständig in der Zone, die daraufhin evakuiert wird. Der Filmemacher Funahashi Atsushi liest, dass in der Zeitung, dass mehr als 1.400 Einwohner in einer Schule untergebracht werde, die eineinhalb Stunden von Tokio entfernt liegt. Er beschließt, jeden Tag zu der Notunterkunft zu fahren. Er beginnt, die Evakuierten zu interviewen und auch zu filmen. Erst nur vor dem Gebäude, einige Wochen später bekommt er auch eine Drehgenehmigung. Aus Diesen Gesprächen wird für Atsushi ein Langzeitprojekt. Selbst die 145 Minuten von NUCLEAR NATION sind erst ein Zwischenergebnis. 145 Minuten sind eine lange Zeit für gerade für einen Dokumentarfilm, aber keine einzige Minute davon ist langweilig: Wir erfahren viel, nicht nur über persönliche Schicksale oder die zum Teil grotesken Verhältnisse in denen die Menschen in dieser Schule leben, sondern auch über organisatorisches Versagen und Hilflosigkeit derer, die immer versichert haben, dass die Risiken der Atomkraft beherrschbar sind.

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WAS BLEIBT von Hans Christian Schmid

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Nach seinem letzten beeindruckenden Berlinalebeitrag "Sturm" über eine Anklägerin am UN- Kriegsverbrechertribunal wendet sich Hans Chrstian Schmid mit WAS BLEIBT nun privateren Themen zu und widmet sich diesmal den verdeckten Beziehungsstrukturen in einer gutsituierten Bildungsbürgerfamilie.

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LA MER A L'AUBE von Volker Schlöndorff

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Ich habe versprochen gleich zu Beginn zu schreiben, wie wichtig und gut es ist, dass jemand diese Geschichte erzählt! Die Geschichte von einer der vielen grauenhaften Vergeltungsaktionen der Nazis. Diese hat stattgefunden 1941 in der Bretagne. Kommunistische Widerstandskämpfer erschießen einen deutschen Offizier. Daraufhin wird von oberster Stelle der Tod von 150 französischen Männern, vor allem Kommunisten und Juden, angeordnet.

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KASHI (Choked) von Kim Joong-hyun

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Wir leben in einem Netz von Beziehungen. Wenn eine Figur in diesem Netz fällt, dann spürt jeder die Erschütterungen. Ohne eigenes Verschulden kann uns ein Sog nach unten ziehen.

In der Regel sind es die Eltern, die aufgrund der Verirrungen ihrer Kinder kein ruhiges Leben führen können. In KASHI ist es dagegen die Mutter, die ihren erwachsenen Kindern einiges zumutet. Sie ist eines Tages verschwunden. Der Grund: Sie steckt bis zum Hals in Schulden. Nach der Flucht muss sich ihr Sohn Youn-ho (Um Tae-go) mit den Gläubigern herumschlagen. Diese lauern ihn auf oder dringen sogar in seine Wohnung ein. Als auch eine zwielichtige Gestalt ihn unter Druck setzt, beginnt Youn-ho´s anfängliche Ruhe zu schwinden. Die Verwicklungen stellen jetzt auch die Beziehung zu der Frau, die er bald heiraten möchte, infrage.

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